Stadt um positive Signale zur Eishalle bemüht: Dachsanierung „deutlich günstiger“, Wohngrundstücke begehrt

Die Dachsanierung sei „deutlich günstiger“ zu machen als angenommen, die für Wohnbauvermarktung vorgesehenen Grundstücke seien „sehr attraktive Flächen für Investoren“. In der jahresabschließenden Ratssitzung zwölf Tage vor Heiligabend schien die Stadtverwaltung sehr um positive Signale an die Eishallenretter bemüht.

So nannte der Technische Beigeordnete Jens Toschläger in seinem Sachstandsbericht zur Eishalle jene für Grundstücksvermarktung vorgesehenen Flächen an der Halle „sehr attraktiv“ für bereits vorhandene Interessenten. Man werde von möglichen Investoren jetzt ein städtebauliches Konzept einfordern.

Mit der Vermarktung der Grundstücke an der Halle soll wie berichtet der Erhalt der Halle zum Teil refinanziert werden. Dies war Bestandteil des im Mai gewonnenen Bürgerentscheids.

Die Eissporthalle Unna bei der Besichtigung am 16. 7. 2018. (Archivbild Rundblick)

Die Dachsanierung sei „deutlich günstiger“ zu machen als angenommen, die für Wohnbauvermarktung vorgesehenen Grundstücke seien „sehr attraktive Flächen für Investoren“. In der jahresabschließenden Ratssitzung zwölf Tage vor Heiligabend schien die Stadtverwaltung sehr um positive Signale an die Eishallenretter bemüht.

So nannte der Technische Beigeordnete Jens Toschläger in seinem Sachstandsbericht zur Eishalle jene für Grundstücksvermarktung vorgesehenen Flächen an der Halle „sehr attraktiv“ für bereits vorhandene Interessenten. Man werde von möglichen Investoren jetzt ein städtebauliches Konzept einfordern.

Mit der Vermarktung der Grundstücke an der Halle soll wie berichtet der Erhalt der Halle zum Teil refinanziert werden. Dies war Bestandteil des im Mai gewonnenen Bürgerentscheids.

Begutachtung des Eishallendachs am 21. November: Jens Hezel (MPA/l.) Matthias Krupinski und Unnas Beigeordneter Jens Toschläger (r.) . Foto Stadt UN

Auch zum Thema Dachsanierung gab Toschläger Positives bekannt. Beim Ortstermin mit Fachleuten habe sich herausgestellt, dass es kein komplett neues Eishallendach sein müsse. Statt dessen könne die Leimholzbinderkonstruktion, die Risse aufweise, neu verpresst werden.

„Der schriftliche Bericht ist zwar noch nicht da, aber eine Verpressung ist nach dem Urteil der Experten machbar“, bestätigte der Technische Beigeordnete, was die Bürgerinitiative „Unna.braucht.Eis“ vor der Dachbegutachtung gehofft hatte.

Die Risse zögen sich nicht diagonal durch die Konstruktion, sondern in den Fugen, so der Beigeordnete. „Man kann die Risse aufschneide, und sie werden wieder verpresst. Einige Hohlstellen gibt es auch.“ Doch liege offenbar kein Schadensbild vor, das zwingend eine Kompletternerneuerung des Hallendachs erforderlich mache.

Zusätzlich haben laut Mitteilung der Stadt inzwischen zwei Termine zur Eisbereitung stattgefunden. Am Montag, 16. 12., soll das Thema mit den Vertretern von „UbE“ nochmal erörtert werden: Die Frage ist, ob man Ammoniak wählt oder Glykol.

Im Januar, schloss Beigeordnete Kerstin Heidler, werde man das künftige Betreibermodell und steuerliche Aspekte mit den BI-Vetretern bereden.

  • Kritiker zweifeln nach wie vor an, dass die Eissporthalle Unna wieder für den Eissportbetrieb reaktiviert werden wird. Die Skepsis nähren die schleppend wirkenden Fortschritte nach dem Ende Mai deutlich gewonnen Bürgerentscheid. Bevor die Bürger mit ihrem Votum den Ratbeschluss zum Abriss einkassierten, waren sowohl Stadtverwaltung als auch die deutliche Ratsmehrheit vom Abriss der Halle fest ausgegangen.

Quelle: Rundblick Unna

Impressionen vom 21.11.2019 der vorbereitenden Arbeiten zur Dachsanierung…

Es tut sich langsam etwas in der Eissporthalle Unna. Am gestrigenTage wurde das Dach der Eissporthalle von Experten der Firma FH Finnholz und einem Vertreter des Materialprüfungsamtes (Universität Stuttgart) begutachtet. Erste Ergebnisse sind in der nächsten Woche zu erwarten. Besonders bedanken möchten wir uns bei der Firma Liftverleih Liesegang e. K. aus Holzwickede, die uns für diese Arbeiten eine Hebebühne kostenfrei zur Verfügung gestellt hat!

Preiswerte Sanierung möglich? Experten nahmen Eishallendach unter die Lupe

Begutachtung des Eishallendachs am 21. November: Jens Hezel (MPA/l.) Matthias Krupinski und Unnas Beigeordneter Jens Toschläger (r.) . Foto Stadt UN

Kann das Eishallendach preiswert instand gesetzt werden? Oder muss es tatsächlich komplett ausgetauscht werden, was sehr, sehr teuer würde?

Dazu gab es am heutigen Donnerstag den Termin, auf den die Bürgerinitiative Unna.braucht.Eis ungeduldig gewartet hatte.

Experten der Firma Holzbaustatik aus Münster und des Material-Prüfungsamtes (MPA) aus Stuttgart nahmen das Dach der Eissporthalle ausgiebig unter die Lupe.

Jens Hezel (MPA, im Bild links) und Matthias Krupinski informierten Unnas Ersten Beigeordneten Jens Toschläger (r.) und Vertreter der Bürgerinitiative über das weitere Vorgehen „bei einer Ertüchtigung der Tragfähigkeit des Hallendaches“, formuliert es die Stadtpressestelle in einer kurzen Vollzugsmeldung vom Nachmittag.

Auf unsere Nachfrage sagte Rathaussprecher Oliver Böer, dass die Begutachtung nun ausgewertet und darauf aufbauend das weitere Vorgehen besprochen wird.

Wie berichtet, hofft die BI auf eine günstige Dachsanierung. Am 13. September teilte sie dazu mit: 

„Das Gutachten des Architekturbüros Weicken berücksichtigte seinerzeit eine Demontage der alten Dachkonstruktion und einen Komplettaufbau eines neuen Daches. Demgegenüber standen die Aussagen von „Unna braucht Eis“, dass durch Verpressen der vorhandenen Leimholzbilder die volle Tragfähigkeit des Daches wieder erreicht werden könne.

Diese Frage soll vor Ort geklärt werden. Die Verwaltung hat dazu Kontakt mit einem Ingenieurbüro und der Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart aufgenommen. Beide sind auf dem Gebiet der Leimholzbinderkonstruktionen sehr bewandert. Der erste Termin soll noch im September stattfinden, die Kosten belaufen sich auf 5.000 €.

Sollte die Sanierung wie oben beschrieben möglich sein, sollen weitere Untersuchungen folgen. Dafür fielen dann erneut 5.000 € an.“

Zum Zeitpunkt dieser Mitteilung hatte die Politik gerade die ersten 140.000 Euro für die Eishalle bewilligt. Sie sollen in Projektsteuerung fließen.

Quelle: Rundblick Unna

„Unna.braucht.Eis“ besorgt: Nach vielversprechendem Start stockt es nun

Mitglieder der Bürgerinitiative “UNNA.braucht.EIS” recht optimitisch gestimmt Mite September vor dem Ratssaal. (Archivbild Rundblick Unna)

Schade eigentlich. „Hervorragende Möglichkeit verpasst“, bedauert die Bürgerinitiative „Unna.braucht.Eis“  das Fernbleiben von Stadtverwaltungsvertretern auf der Sport-Fachmesse FSB am 5. 11. in Köln, wo Wilhelm Ruck für die BI einen Impulsvortrag über die Rettung der Unnaer Eishalle hielt.

„Im Anschluss konnten viele angeregte Gespräche mit den anwesenden Fachleuten geführt werden“ – leider ohne Beteiligung von Vertretern der Stadtverwaltung Unna, so Ruck, trotz Einladung und anderslautender Vorankündigung.

Das unerwartete Fernbleiben der Stadtvertreter passe nicht so recht zur Versicherung des Bürgermeisters, die Umsetzung des Bürgerentscheids zur Eishalle genieße „oberste Priorität“. Umso besser passe es – leider – ein Stück weit ins momentane Gesamtbild:

„Denn nach einem vielversprechenden Start und zahlreichen konstruktiven Gesprächen zwischen Stadt und UbE geriet die praktische Umsetzung zwischenzeitlich ins Stocken“, bedauert die Initiative. „Zuletzt hatten sich insbesondere die Termine zur Begutachtung und Sanierung des Hallendachs mehrmals und ohne nachvollziehbaren Grund verschoben. Bereits im September sollte ein Termin mit der Fachfirma stattfinden. Nach unserem Sachstand und Stand heute ist nicht einmal ein Termin vereinbart.“

Die Frage nach dem Termin zur Dachbegutachtung hatte auch unsere Redaktion an die Stadt gestellt, bisher jedoch lediglich von der Pressestelle die Auskunft bekommen, man werde die Anfrage an Beigeordneten Toschläger weiterleiten. Das war vor einer Woche.

Auf der gut besuchten Fachmesse in Köln seien u.a. Vertreter aus Kommunen und Vereinen, Investoren, Planungsbüros, Architekten und Betreiber von Stadien und Arenen zugegen gewesen, bilanziert der Verein. „UbE erhielt wertvolle Tipps von renommierten Fachleuten und viele unbürokratische Unterstützungsangebote. Insgesamt merkte man, dass die Branche die Entwicklung rund um die Eislaufhalle Unna aufmerksam verfolgt hat und dass große Hilfsbereitschaft besteht.“

Die Stadt habe hier die hervorragende – und praktisch kostenlose – Möglichkeit verpasst, sich in der Branche zu vernetzen, Innovationen zu entdecken und wertvolle Ideen für das eigene Eishallen-Projekt mitzunehmen.

Unsere Bitte um Stellungnahme beantwortete die Stadt wie folgt:

Bezüglich Ihrer Anfrage zum Thema Eishalle teilen wir Ihnen folgendes mit:

1.) Die bei der FBS angemeldete Vertretung der Kreisstadt Unna konnte aus dringenden dienstlichen Gründen nicht an dieser Veranstaltung teilnehmen und hatte sich entsprechend dort abgemeldet. Allerdings hat sich eine Vertretung im Nachgang dieser Veranstaltung am heutigen Donnerstag (07.11.2019) mit dem Präsidenten des Eishockeyverbandes NRW, Rainer Maedge, in Verbindung gesetzt.

2.) Die Stadt Unna und „Unna braucht Eis“ haben gemeinsam vereinbart, dass aufgrund der aktuellen Haushaltssperre die Beauftragung der Begutachtung des Hallendaches unmittelbar erfolgen soll, sobald der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Unna die notwendige Mittelbereitstellung bewilligt hat. Aufgrund von organisatorischen und insbesondere vergaberechtlichen Fragestellungen konnten die entsprechenden Aufträge erst in der vergangenen Woche vergeben werden. Darüber hinaus hat die Stadt Unna aber bereits in persönlichen Gesprächen mit den beauftragten Firmen auf die besondere Dringlichkeit hingewiesen. Aktuell erfolgt parallel die Bewertung des betriebswirtschaftlichen Konzepts von „Unna braucht Eis“. Auch die Vorbereitung der Ausschreibung eines Projektmanagers steht unmittelbar vor dem Abschluss.“

Die Messe FSB in Köln ist eine internationale Fachmesse für Freiraum, Sport und Bewegungseinrichtungen und gehört zum weltweit größten Branchenevent für Sport-, Spiel, Schwimm- und Freizeitanlagen. Über 600 Aussteller aus mehr als 45 Ländern zeigen auf der FSB Messe in Köln den aktuellen Stand der Projekt- und Produktentwicklung. https://www.fsb-cologne.de/

Quelle: Rundblick Unna

Einladung zur Veranstaltung von DEB und EHV NRW am 05.11.19

UNNA.braucht.EIS ist mit seinem Referenz- Projekt Eishalle Unna von DEB und EHV zur Veranstaltung „Neue Eishallen braucht das Land, dringender denn je“ eingeladen worden. Mitglieder von UbE werden vor Vertretern aus Sport, Politik, Bauwirtschaft usw, einen entsprechenden Vortrag zum Thema Bürgerentscheid halten. Nicht nur die Eishockeywelt schaut weiterhin gespannt nach Unna. Auch die Politik und Verbände haben die Hellwegstadt nicht aus dem Fokus verloren.

VA-am-05.11.19-Köln-Stand-25.09.2019

Eishalle Unna: Projektsteuerung ist ausgeschrieben – KJEC startet Laufschule

Die Reaktivierung der Eissporthalle Unna zeitigt fünf Monate nach dem gewonnenen Bürgerentscheid noch keine greifbaren Ergebnisse. Ein Gesprächstermin vor den Herbstferien, auf den die Bürgerinitiative hohe Erwartungen gesetzt hatte, erbrachte ebenfalls noch nichts Konkretes.

Nachdem die Politik im Spätsommer die ersten 140.000 Euro für den Neustart der Halle bereitgestellt hatte, wurde es erneut ruhig um die Eishallen-Bürgerinitiative. Welche sich in guten, regelmäßigen Gesprächen mit der Stadt Unna befindet, wie beide Seiten stets versichern.

Für Außenstehende herrscht allerdings der Eindruck vor, dass sich das ehrgeizige Projekt irgendwie zäh dahinschleppt.

Auf einen „wegweisenden Termin“ auf dem Weg zum Wiederbetrieb der Eishalle hatte die Initiative „UNNA.braucht.EIS“ vor den Herbstferien hoffnungsvoll hingewiesen. Dieser Tag, der 14. Oktober, sei „mit hohen Erwartungen seitens UbE verknüpft. Denn wir gehen davon aus, dass maßgebliche Weichen gestellt sowie konkrete Ergebnisse seitens der Stadt bezgl. Brandschutz und Dachsanierung präsentiert werden. Auch ein konkreter Fahrplan für die weiteren Schritte wird erwartet.“

Denn entscheidend auf dem Weg zur Wiederbetrieb der Halle werde die Frage sein, ob die Dachsanierung auch auf preisgünstigerem Wege machbar ist als auf dem einer Totalsanierung.

Auf unsere Nachfrage, was das Gespräch am 14. Oktober erbracht hat, sagte uns Wilhelm Ruck von UbE, dass die Stadt Unna nun per Ausschreibung einen Projektsteuerersuche. „Dann sollte mit der Holz/Dachfirma kurzfristig ein Termin abgestimmt werden zwecks der Dachüberprüfung. Wir können nicht sagen, ob das schon passiert ist.“

Parallel dazu werde durch einen Steuerprüfer geprüft, ob das Konzept der Initiative so passt.

Wir werden zum Sachstand am Montag Nachfrage bei der Stadtverwaltung stellen.

Währenddessen startet der KJEC am kommenden Dienstag, 29. 10., eine Laufschule: Alle Infos finden Interessierte hier im Flyer.

Quelle: Rundblick Unna

„Zum Erhalt der EIShalle verpflichtet – Eis ist gefrorenes Wasser, nicht Plastik“ – Warnendes Beispiel Timmendorf

Die Eishalle Unna bei der öffentlichen Begehung am 16. 7. 18. (Archivbild Rundblick)

Auf Kunststoffplatten „Eislaufen“ statt auf Eis? Den „Plastikeis“-Vorschlag der Unnaer Grünen, der bei unseren Lesern und in den sozialen Medien einen regelrechten „Shitstorm“ ausgelöst hat, will die Stadtverwaltung nichtsdestotrotz in ihre Gespräche mit „UNNA.braucht.EIS“ mitnehmen.

So wurde es im Ausschuss für Stadtentwicklung (ASBV) am Mittwoch (9. 10.) vereinbart, wobei zunächst wieder eine Diskussion über den ausgerufenen „Klimanotstand“ entbrannte. 

FLU-Chef Klaus Göldner platzte dabei kurzzeitig der Kragen. Er frage sich, wieso die Grünen allen Ernstes einen Antrag auf Plastikeis stellten, da in einer Eishalle nun mal mit Eis gearbeitet werde, und Eis sei gefrorenes Wasser und nicht Plastik. Womöglich entstünde beim Rumkurven mit Kurven auf dem Plastik dann noch Mikroplastik? Und das wolle man ja wohl noch weniger?

„Wir haben hier einen Bürgerentscheid vorliegen, der zwingend umzusetzen ist“, pochte Göldner auf die Verpflichtung ohne Wenn und Aber nach dem klaren Ausgang des Bürgervotums pro Eishalle Ende Mai. Der Technische Beigeordnete Jens Toschläger versicherte, dass die Frage, ob preisgünstige Alternativen machbar und sinnvoll seien, ohnehin in den Gesprächen mit „UNNA.braucht.EIS“ abgeprüft würden.

Was passiert aber eigentlich, wenn die Sanierung der Eishalle jetzt doch mehr kosten wird als im Bürgerentscheid dargestellt?

Wird dann wieder ein neuer Bürgerentscheid mit einer neuen, höheren Finanzierungssumme nötig?

Warnendes Beispiel Timmendorf:

Volker König, der zum ersten Mal den ASBV leitete, bejahte das – unter Hinweis auf Timmendorf, wo die Bürger bereits zum dritten Mal über eine Eishalle abstimmen.

Dort gab es nach dem zweiten Bürgerentscheid im Februar 2017 eine zeitintensive EU-weite Ausschreibung für die Hallensanierung. Doch Politik hätte  klar gefordert, eine Halle mit Mehrwert zu schaffen – was bei der Planung nicht berücksichtigt wurde.

„Viele Eishockeyfans und -sportler sind genervt“, berichtete der NDR, „Verwaltung und Politik wird vorgeworfen, die Entscheidung auszusitzen und hinauszuschieben.“ Die Beschuldigten weisen das stets zurück, doch es ist bisher wenig passiert. Man müsse bedenken, dass die Sanierung sehr teuer sei, wird der Bürgermeister zitiert, andere Projekte wie Schulen, Straßen oder Seebrücke (alles vergleichbar mit Unna also) müssten auch bedacht werden.

Die Verwaltung in Timmendorf hatte zuletzt für die Sanierung der Eissporthalle mehr als 8,3 Millionen Euro berechnet – nahezu die identische Summe, die das Büro Weicken für die Halle in Unna angegeben hat.

Doch Klaus Göldner unterstrich dazu: „Der Bürgerentscheid in Unna wurde mit dem Hinweis auf ca. 10 Millionen entschieden. Wir vermuten, dass wir letztlich weit darunter bleiben. Deshalb brauchen wir da auch kein neues Votum der Bürger.“

Quelle: Rundblick Unna

Eishalle Unna: Hohe Erwartungen liegen auf Termin am Montag

Ein „wegweisender Termin“ auf dem Weg zum Wiederbetrieb der Eishalle Unna steht an, meldet die Initiative „UNNA.braucht.EIS“. Der betreffende Tag ist der kommende Montag, 14. Oktober.

„Dieser Termin ist mit hohen Erwartungen seitens UbE verknüpft“, teilte die Initiative gestern Abend mit. „Denn wir gehen davon aus, dass maßgebliche Weichen gestellt sowie konkrete Ergebnisse seitens der Stadt bezgl. Brandschutz und Dachsanierung präsentiert werden. Auch ein konkreter Fahrplan für die weiteren Schritte wird erwartet.“

Wie berichtet, steht „UbE“ mit der Stadt in konstruktiven Gesprächen, wie immer wieder betont wurde. Der Rat bewilligte im September die ersten 140.000 Euro, die für die Projektkoordination vorgesehen sind.

Entscheidend auf dem Weg zur Wiederbetrieb der Halle wird die Frage sein, ob die Dachsanierung auch auf preisgünstigerem Wege machbar ist als auf dem einer Totalsanierung.

„Die bisherigen Termine verliefen aus Sicht der Verwaltung sehr konstruktiv, haben aber doch gezeigt, dass zahlreiche Fragestellungen zu klären sind“, teilt die Verwaltung in einem Sachstandsbericht zur Eishalle mit – HIER in Gänze nachzulesen.

Folgende Punkte gelte es im weiteren Projektverlauf vorrangig zu betrachten:

  1. Einleitung eines Bauleitplanverfahrens zur Ausweisung von Wohnbebauung auf geeigneten angrenzenden Flurstücken
  2. Projektmanagement
  3. Dachsanierung
  4. Eisaufbereitungsanlage
  5. Finanzierungsgespräche mit der NRW.Bank
  6. Betreibermodell.

Quelle: Rundblick Unna

Eislaufen auf Plastik: Grüne ernten Proteststurm und fachliche Konter

Mit ihrer Forderung, bei der Reaktivierung der Unnaer Eissporthalle sogenanntes Kunststoffeis zu prüfen und die Halle zugleich zu verkleinern, haben sich die Unnaer Grünen am Samstag einen Proteststurm eingehandelt.

In den sozialen Medien liefen (und laufen) die Protestler Sturm gegen den Vorschlag, der, so die zornige Kritik, von keinerlei Sachkenntnis getrübt sei. Denn mit der Aussicht, auf Kunststoffplatten „Eis“zu laufen, sei ein erfolgreicher Wiederbetrieb der Halle von vornherein zum Scheitern verurteilt, kritisierten Kenner aus der Eissportszene und Unterstützer der Bürgerinitiative „UNNA.braucht.EIS“, die Aufgabe und Abriss der Halle per Bürgerentscheid verhindert hat.

Die Grünen-Fraktion fordert in ihrem Antrag für den Stadtentwicklungsausschuss am kommenden Mittwoch (9. 10.), die preiswerte und aus ihrer Sicht klimafreundlichere Alternative „Eislaufen auf Kunststoffplatten“ prüfen zu lassen und im Zuge dessen die Halle zu verkleinern, da Profi-Eissport nicht zwingend in Unna betrieben werden müsse.

Fachlicher Widerspruch zum Vorstoß „Eislaufen auf Plastik“ (den die Grünen nicht zum ersten Mal unternehmen) kam schon vor den Sommerferien vom Landes-Eishockeyverband NRW. Er wies in einer Stellungnahme an „UNNA.braucht.EIS“ darauf hin, dass sich in Deutschland (und auch in ganz Europa) die Anforderungen an die Eisflächen nach dem Regelbuch des Internationalen Eishockeyverbandes (IIHF) richten.

Diese Vorgaben würden verbindlich vom DEB als Spitzenverband und folglich auch von EHV NRW übernommen und gelten somit uneingeschränkt. In Regel 8, Punkt II sei festgelegt, dass das Eis aus „Wasser und Chemikalien mit konstanter Beschaffenheit auf der gesamten Fläche hergestellt sein muss.“

Und weiter: „Sie muss angemessen gekühlt werden, entweder durch ein zuverlässiges Kühlsystem, welches dauerhaft die Temperatur sichert, oder durch natürliche Bedingungen“.

Plastikeis sei somit für den Spielbetrieb nicht zulässig, die Forderung der Grünen auch deshalb nicht nachvollziehbar, da der Abrieb – der bei der Nutzung von Kunsteis entsteht – schädliche Partikel produziert.

„Hinzu kommt, dass eine Eisfläche 30 × 60 Meter groß ist“, ergänzt die BI. „Die gewünschten Kunststoffplatten müssten auch mehrmals pro Jahr gewechselt werden und wären dann wahrscheinlich Sondermüll.“

Quelle: Rundblick Unna

Grüne wollen Eishalle verkleinern und erneuern Antrag auf Kunststoffeis

Die Eissporthalle Unna bei der Besichtigung am 16. 7. 2018. (Archivbild Rundblick Unna)

Einen neuerlichen Vorstoß für Kunststoffeis unternehmen die Unnaer Grünen. Zudem wollen sie prüfen lassen, ob die Halle bei einer Wiederinbetriebnahme verkleinert werden könnte. Die Vermarktung der Nebengrundstücke für Wohnbebauung dürfe nur unter ökologischen Aspekten stattfinden. Und: Dachbegrünung bzw. Sonnenenergie für die Eishalle seien anzustreben.

Kunststoffplatten seien ein probates Mittel, beharren die Grünen auf ihrem Vorstoß, den sie bereits vor zwei Jahren erfolglos unternahmen. Dem Argument, auf Kunststoffeis könnten keine Profi-Wettkämpfe stattfinden, setzen sie entgegen: Müssen Wettkämpfe denn in der Zukunft überhaupt sein in der Unnaer Eishalle?

Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr (ASBV) steht das Thema am Mittwoch (9. 10.) auf der Tagesordnung:

1.) Verwendung von Kunststoffplatten zur Eisflächensanierung – 2.) Installation von Dachbegrünung bzw. Photovoltaik – 3.) Vermarktung der Nebengrundstücke nur unter ökologischen Aspekten.

Zur Begründung führen die Grünen aus:

Quelle: Ratsinformationssystem Kreisstadt Unna

Quelle: Rundblick Unna